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| Autor: OBM Fößleitner Bernd |
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Seite 1 von 3 "Regionalzug 4711 gegen Felssturz"
Es ist 20:04 Uhr. Der Regionalzug 4711 verlässt den Bahnhof Kleinreifling. An Bord befinden sich 53 Reisende. Um 20:20 Uhr gibt es ein lautes Knirschen - der Zug fährt gegen einen Felsbrocken und wird unsanft zum Stillstand gebracht. Der unverletzt gebliebene Zugführer versucht einen klaren Gedanken zu fassen, macht sich ein Bild von der Lage, informiert die Reisenden über den Vorfall und alarmiert den Notfallbereichsbahnhof Kleinreifling. Vorbildhaft versucht er die Reisenden zu beruhigen und erkundigt sich, ob sich zufällig ein Arzt oder Sanitäter im Zug befindet. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt…
Einige Stunden zuvor…
Bereits den ganzen Samstag über waren die Kameraden der FF Kleinreifling und auch die anderen Einsatzkräfte mit den letzten Vorbereitungen für die anstehende Großübung beschäftigt. Mittags wurde von den Meisterköchen der FF Weyer die Gulaschkanone aktiviert, welche später für die notwendige Kampfkrafterhaltung sorgen sollte.
Ab 16:00 Uhr ging es dann Schlag auf Schlag. Die Opferdarsteller – 52 an der Zahl – und eine „Puppe“ trafen im Feuerwehrhaus Kleinreifling ein. Nach der Präsentation des Übungsszenarios und einer Sicherheitsunterweisung über das Verhalten im Gleisbereich bzw. am Übungsort begann man, die „Opfer“ zu schminken. Von Verletzungen an der Hand bis zum Schädelbasisbruch wurde so ziemlich alles simuliert.
Umfangreiche Vorbereitungen
Bereits Monate zuvor haben die Vorbereitungen für die Großübung begonnen, in 7 offiziellen Besprechungen und einigen bilateralen Gesprächen wurden die einzelnen Details erarbeitet. Nicht nur von Seiten der Einsatzkräfte, auch seitens der ÖBB wurden keine Kosten und Mühen gescheut. Die ÖBB stellte eine 4-teilige Wendezuggarnitur zur Verfügung. Bei der Übung selbst waren 7 Mitarbeiter der ÖBB (ÖBB-Einsatzleiter, Triebfahrzeugführer,…) im Einsatz.
Eine besondere Beachtung verdienen die umfangreichen Vorbereitungen der Feuerwehren. 15 Feuerwehren wurden aktiviert, um die Versorgung und Disposition der Mannschaften sicher zu stellen. Durch die beengten Verhältnisse am Übungsort war dies kein leichtes Unterfangen.
Rückschlag
Die Vorbereitungen wurden, wenn auch nur kurz, von einem Rückschlag gebremst. Der ursprünglich vorgesehene Übungsort konnte aufgrund inakzeptabler Forderungen des Grundstückseigentümers in Form eines mehrseitigen Vertrags nicht beibehalten werden.
Doch der Enthusiasmus des Planungsteams war nicht zu bremsen, und so wurde rasch eine andere Örtlichkeit gesucht und gefunden.
Ersterkundung durch die FF Kleinreifling
Mittlerweile ist es 20:23 Uhr. Der Fahrdienstleiter Kleinreifling hat gemäß seinen Ereignischecklisten die Erstmaßnahmen gesetzt (Streckengleis Kleinreifling – Schönau gesperrt, Oberleitung ausgeschaltet) und die Alarmierung der Einsatzkräfte veranlasst. Die Landeswarnzentrale Oberösterreich verständigt daraufhin die für den Pflichtbereich zuständige FF Kleinreifling, welche umgehend zum Einsatzort ausrückt.
Fast zeitgleich beginnt der Einsatzstab des Abschnittes Weyer im Feuerwehrhaus Kleinreifling mit seiner Arbeit. Im Einsatzstab der Feuerwehr integriert: Vertreter der Behörde, der Polizei und des Roten Kreuzes.
Nach der ersten Lageerkundung durch den Einsatzleiter Feuerwehr wird rasch klar, dass der Schadensraum schwer zugänglich und nur über den Wasser- bzw. Luftweg erreichbar ist. An einen Hubschraubereinsatz ist aufgrund der Dunkelheit und der mehr als ungünstigen Wetterlage nicht zu denken. Aus diesem Grund löst der Einsatzleiter Feuerwehr die Alarmstufen 2 und 3 mit dem Einsatzstichwort „Personenrettung“ aus. Insgesamt rücken nach und nach (in Echtzeit) 13 Feuerwehren mit 29 Fahrzeugen und 129 Mann zur Ereignisstelle aus. Unter den Einsatzmitteln befinden sich 4 Arbeitsboote und 2 Motorzillen.
Primäre Aufgabe der Feuerwehren ist es mittels aller verfügbaren Beleuchtungsmittel die Landungsplätze und den Unfallort auszuleuchten. Zusätzlich wird die FF St. Gallen (Stmk.) mit ihrem SRF-K zu einem Assistenzeinsatz alarmiert, um mit ihrem Beleuchtungsanhänger die Ausleuchtung des Triageplatzes sicherzustellen.
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Einsätze OÖ
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